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Fachschulung Spezialgase

Fehlerquellen

Beim Transfer reiner Gase und genau eingestellter Prüfgase können Störungen auftreten, die durACch ungeeignete Entnahmeeinrichtungen oder durch Bedienungsfehler verursacht werden.


In nachfolgender Übersicht sind einige typische Beispiele für Störungen, deren Ursache und Auswirkung sowie Maßnahmen zur Abhilfe aufgeführt. Die Hinweise können sowohl zur Fehlersuche als auch vorzugsweise zur Vermeidung von Fehlern herangezogen werden.


FehlerAbnahme eingestellter Komponentenanteile bei korrosiven Prüfgasen.
UrsacheVerwendung ungeeigneter Werkstoffe bei Armaturen und Rohrleitungen.
AuswirkungChemische Reaktion zwischen Gas und Werkstoff besonders bei Anwesenheit von H2O
AbhilfeGeeignete Werkstoffe verwenden.

Eindringen von Feuchtigkeit vermeiden.

Wechselnden Einsatz verschiedener Gase vermeiden.

 

FehlerAbnahme eingestellter Komponenten-
anteile bei Prüfgases durch H2O und O2.
UrsacheAd-/Desorption an Oberflächen
AuswirkungDesorption von Lufbestandteilen (H2O, O2) von der Wand in den Gasstrom. Adsorption von Püfgas-Komponenten (z.B. CnHm, SO2) an der Wand und damit Verringerung der Gaskonzentration.
AbhilfeAuf ausreichende herstellerseiten Reiningsspezifiaktion und Obferflächenrauhigkeit von Armaturen und Rohrleitungen achten.

Eventuell innere Oberflächen durch Einsatz elektropolierter Armaturen und Rohrleitungen noch verringern

Nicht-metallische Anteile (Kunststoffe) im System minimieren.

 

FehlerAnhaltende Verunreinigung des Reingases mit Luftbestandteilen.
UrsacheLeck im Versorgungssystem
AuswirkungIm evakuierten oder drucklosen Zustand dringen Lufbestandteile (O2, H2O) von außen in das System ein. Dies ist auch gegen einen höheren Druck möglich, da für den Stofftransport das Partialdruckgefälle entscheidend ist.
AbhilfeNur reinstgastaugliche Armaturen, Dichtungen und Verschraubungen vwernden. Anzahl der Verschraubungen minimieren. vor Inebtriebnahme des Versorgungssystems und in ein- jährigem Abstand einen Helium-Lecktest duchrführen.
 

FehlerUnregelmäßige, mit längerer Entnahmezeit abnehmende Verunreinigung des Reingases.
UrsacheVernachlässigung eines Totvolumens
AuswirkungDruckschwankungen und die Eigenbewegung der Koleküle führen dem Reingasstrom aus dem Totraum Fremdgase zu.
AbhilfeTotraumarme Armaturen einsetzen, Toträume im Rohrlleitungssystem vermeiden.

Vor jeder Inbetriebnahme Druckwechselspülung durchführen.
 

FehlerMit größerer Schlauchlänge und höherer Temperatur zunehmende Verunreinigung des Reingases.
UrsachePermeation durch Schlauchwandlungen
AuswirkungAuch nach erstmaliger Spülung treten noch Fremdgasmoleküle in den Gasstrom ein (H2O, CO2, Cn>Hm u.a.).
Abhilfe

Schläuche möglichst durch metallische Leitungen ersetzen. Schlauchlängen minimieren.

Vorsicht vor bereits für andere Gase benutzten Schläuchen!
 







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